diavik-mine-schliesst
Ich erinnere mich. Gegen Ende 2002 startete ich als Chef-Diamanteneinkäufer beim grössten Schweizer Juwelier. Ein paar Monate später, im Jahr 2003, begann die Produktion in der Diavik-Mine im Nordwesten Kanadas. Das war für mich faszinierend, da die meisten mir bekannten Diamant-Minen schon 'eine gefühlte Ewigkeit' alt waren. Aber eine, die sozusagen 'neu geboren' wurde. Das fühlte sich irgendwie neu an. Doch damit nicht genug. Die Lage - fernab der Zivilisation! Yellowknife! Yellowknife? Dort, in der kanadischen Tundra, erreichen die Temperaturen im Winter schon mal minus 30 oder minus 40 Grad. Ca. 300 Kilometer nordwestlich von Yellowknife - eigentlich ein Katzensprung, wenn man sich die kanadischen Verhältnisse vor Augen führt - im Lac de Gras, wurde diese Mine errichtet. Sie werden es nicht glauben! Es war nicht die einzige Diamant-Mine in diesem Gebiet. Tatsächlich gibt es noch zwei weitere Einrichtungen. Ekati und Gahcho-Kué. Da draussen, im Nirgendwo.
Nun schliessen die Tore der grössten Diamant-Mine Kanadas nach 23 Jahren wieder. Die ersten zehn Jahre wurde sie im Tagebau betrieben. Danach wechselte man in den Untertagebau. Der Gesamtertrag belief sich auf ca. 150 Millionen Karat. Eine erfreuliche Nachricht ganz zum Schluss: Das Gebiet wird in den nächsten Jahren wieder in seinen natürlichen Zustand zurückversetzt.
