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Weltweite Diamantenförderung fällt 2025 unter 100 Millionen Karat

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Die neuesten Zahlen des Kimberley Process zeigen einen bemerkenswerten Rückgang der weltweiten Förderung natürlicher Rohdiamanten.

Im Jahr 2025 wurden weltweit 98.82 Millionen Karat gefördert. Gegenüber den 107.90 Millionen Karat des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um 9.08 Millionen Karat beziehungsweise 8.4 %.

Auch der deklarierte Produktionswert ging zurück – allerdings deutlich weniger stark:

·       Fördermenge 2025: 98.82 Millionen Karat

·       Produktionswert: USD 9.23 Milliarden

·       Durchschnittswert: USD 93.43 pro Karat

2024 lag der weltweite Produktionswert noch bei USD 9.53 Milliarden und der durchschnittliche Wert bei USD 88.35 pro Karat. Während die Fördermenge somit um 8.4 Prozent sank, reduzierte sich der Produktionswert lediglich um 3.2 Prozent.

Russland bleibt mit 31.5 Millionen Karat das mit Abstand grösste Förderland. Es folgen Botswana mit 15.5 Millionen, Angola mit 15.2 Millionen und Kanada mit 14.1 Millionen Karat.

Warum wurde weniger gefördert?

Es wäre zu einfach, den Rückgang ausschliesslich mit erschöpften Lagerstätten zu erklären. Ein wesentlicher Teil der Minderproduktion war eine bewusste Reaktion der Produzenten auf die schwache Nachfrage nach Rohdiamanten.

Allein Russland förderte 5.8 Millionen Karat weniger als im Vorjahr. In Botswana ging die Produktion um 2.6 Millionen Karat zurück. Zusammen erklären diese beiden Länder rund 93 % des weltweiten Nettorückgangs.

In Russland setzte ALROSA weniger rentable Förderstätten zeitweise aus. Hintergrund waren die tiefen Preise, die angespannte Marktlage und der durch Sanktionen erschwerte Zugang zu wichtigen Absatzmärkten.

In Botswana reduzierten geplante Produktionskürzungen sowie längere Wartungsstillstände bei den bedeutenden Minen Jwaneng und Orapa die Fördermenge. Zusätzlich wurde die Letlhakane Tailings Treatment Plant vorübergehend stillgelegt.

Nicht alle Länder förderten jedoch weniger. Angola steigerte seine Produktion um 8.3 Prozent, Kanada um 5.9 Prozent und Südafrika um 4.4 Prozent. Diese Zuwächse konnten die Rückgänge in Russland, Botswana und weiteren Ländern teilweise ausgleichen.

Was bedeuten diese Zahlen für den Diamantenmarkt?

Eine geringere Förderung führt nicht automatisch zu steigenden Preisen. Kurzfristig bleibt die Nachfrage entscheidend – und diese war 2025 in weiten Teilen des Marktes weiterhin schwach.

Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass der Diamantenmarkt ausgesprochen heterogen ist. Die weltweiten Förderzahlen umfassen sämtliche Qualitäten – von sehr geringwertigen Rohdiamanten bis zu aussergewöhnlichen Steinen. Nur ein kleiner Teil der Förderung besitzt jene Seltenheit, Qualität und Handelbarkeit, die für einen Investmentdiamanten erforderlich sind.

Für besonders seltene natürliche Diamanten – etwa ausgewählte Fancy-Color-Diamanten oder grosse Steine von aussergewöhnlicher Qualität – ist deshalb nicht allein die Gesamtfördermenge entscheidend. Relevant ist vielmehr, wie viele wirklich aussergewöhnliche Exemplare neu auf den Markt gelangen.

Der Rückgang auf weniger als 100 Millionen Karat zeigt dennoch deutlich: Das Angebot natürlicher Diamanten lässt sich nicht beliebig ausweiten. Kurzfristige Preisschwankungen bleiben möglich. Langfristig bilden die Erschöpfung bestehender Lagerstätten, das Fehlen bedeutender neuer Minen und die Seltenheit aussergewöhnlicher Qualitäten jedoch ein starkes Fundament für sorgfältig ausgewählte natürliche Diamanten.

Quelle: Kimberley Process Certification Scheme, Annual Global Summary 2024 und 2025; De Beers Group, Preliminary Financial Results 2025.

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